Geschichte des Commodore Amiga Computers

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Es gab eine Zeit vor der heutigen Hightech-Zeit, in der die ersten Geräte, die damals noch nicht Personal Computer hießen, ihre frühen Gehversuche machten.
Die Technologie wurde im Zusammenhang mit militärischen Entwicklungen auf den Weg gebracht. Unvergessen sind die Urväter der Computerspiele, im Fall von Atari mit „Pong“ einer Tischtennis-Adaption. Die Einfachheit machte damals auch die Unbestechlichkeit aus. Spiel und Spaß waren garantiert und das schon von Anfang an im Mehrspielermodus. Natürlich war alles noch sehr einfach, aber stellte dennoch einen Durchbruch technischer Innovation dar, der schließlich zu Spielen wie „Pacman“ führen sollte, die bis heute Weltberühmheit genießen.

Und hier fällt ein weiteres Stichwort in der Chronologie der Geschichte der Computerentwicklung, in der Heimanwendung, Spielmöglichkeit und wissenschaftliche Verwendung immer Hand in Hand gingen: Apple 2E. Und gleich noch eins und zwar genau das, um welches es hier gehen soll: Commodore von Amiga Computer.
Grafik, Leistung, Multitask-Optionen und Sound führten hier in einem Gerät langsam zu dem, was wir heute selbstverständlich als Personal Computer bezeichnen würden. Ein Konzept aus vielen Bausteinen zusammengesetzt, die damals erst erprobt und von erfolgreichen Business-Menschen umgesetzt werden musste, als es quasi noch nichts gab außer dem Fernseher, Zuse-Technik und riesigen Spielboxen, die ähnlich wie das gute, alte Flipper-Game genau EIN Spiel beherbergten.

1982 kam dann Farbe ins Spiel. Zunächst wollte Steve Jobs damals für den Apple gar kein Farbmodul einsetzen, da er ihn für ein hochauflösenden schwarz-weiß-Rechner hielt.
Der neueste Amiga Computer hatte dann eine echte Tastatur und einen Mausanschluss und wich somit weiter von dem Konsolenstatus ab. Der Name kam daher auch von (spanisch) Freundin, da es ein wesentlich günstigeres als die bis dato gängigen Systeme mit ähnlicher Leistungsfähigkeit darstellte und erschwinglicher sein sollte und schließlich alte System in den Schatten stellte.

So manch Joint und so manch Microdosis LSD mag damals den großartigen Entwicklungen nachgeholfen haben, aber es war der unermüdliche Pioniergeist, den die Techniker der Zeit an den Tag legten, der die Entwicklung der neuen Maschinenkomplexe vorantrieb und schließlich die Codes schrieben, die den Amiga Computer möglich machten.
Bei der Veröffentlichung der Technologie kam es sofort zu einer enormen Nachfrage anderer und größerer Technikunternehmen. Und dem bis dahin kleinen Amiga-Team, das sich mit einigen Joystickspielen etabliert hatte stand nun ein unheimlicher Erfolg ins Haus.
Amiga baute damals noch während einer Computermesse sein System für Echtzeitgrafik aus und ließ einen 3-D-Ball grafisch auf der Bildfläche springen und rotieren, wie in Echt.

Und von da aus erlebte der Commodore eine unvergleichbare Erfolgsgeschichte, von Mitte der 1980er Jahre bis in die tiefen 1990er hinein. Er entwickelte sich zu DEM beliebtesten Heimcomputer.

1985 färbte Andy Warhol ein Abbild von Popstar Blondi am Amiga 1000 um und repräsentierte somit den Pop-Art-Aspekt des innovativen Computersystems, das nun so viele unterschiedliche Anwendungen miteinander verband. In diesem Fall war es eben eine Grafikausgabe in geringer Tiefe, die der Künstler live bearbeitete. Dem Amiga 1000 folgten die auf die Anwenderbedürfnisse besser zugeschnittenen 500er und 2000er. Der 500er war eine Art verbesserter Nachfolger des C64er und die Ansprüche des Amiga2000er gingen dann schon stark in die Richtung, die wir heute mit dem Wort PC zusammenfassen. Die Amigaserie wurde schnell zum Kult und Sehnsuchtobjekt der frühesten Nerds.
Und von da an bewegte sich alles in Richtung Prozessorbeschleunigung und Leistungsverstärkung, Grafikverbesserung und Anwenderfreundlichkeit.